CONSUL Castrop-Rauxel

ISEK Merklinde

Das Gebiet des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes Merklinde (ISEK Merklinde) liegt an der Südgrenze der Stadt und besteht aus den beiden statistischen Bezirken Bövinghausen und Merklinde.

Das Quartier steht vielfältigen Herausforderungen gegenüber. Merklinde hat bspw. im Vergleich zur Gesamtstadt einen der höchsten Anteile an Kindern, die in Armut leben. Gleichzeitig sind in den zurückliegenden Jahren Infrastrukturen, wie z. B. die Filiale der Sparkasse, im Quartier weggebrochen. Im Sozialbericht der Stadt Castrop-Rauxel aus dem Jahr 2021 ist das Quartier ebenfalls untersucht worden. Insbesondere für den Teil Bövinghausen werden hinsichtlich der Kriterien „Soziale Lage“, „Bildung und Erziehung“, „kulturelles Zusammenleben“ und „Wanderungsbewegungen“ im Vergleich zur Gesamtstadt negative Ergebnisse festgestellt. Ebenso sind unter den verschiedenen Bevölkerungsgruppen im Quartier deutliche Ressentiments vorhanden.

 

Vor dem Hintergrund der bestehenden Herausforderungen und Problemlagen sowie dem Bestreben der Stadt Castrop-Rauxel den Strukturwandel weiterhin aktiv zu gestalten, wurde Merklinde in das Projekt „Nachhaltigkeit nimmt Quartier“ (NnQ, 2016 - 2019) aufgenommen. Ziel war es, auf Basis einer umfassenden Quartiersanalyse und einer anschließenden Konkretisierungsphase eine Quartiersnachhaltigkeitsstrategie (QNHS) gemeinsam mit den Akteuren vor Ort zu entwickeln. Die QNHS lieferte die Grundlage für die Erarbeitung des ISEK Merklinde. Mit diesem Konzept war es nun möglich Städtebaufördermittel von Land und Bund zu beantragen. Der erste Antrag zur Städtebauförderung ist 2020 gestellt worden. Mit der finanziellen Förderung können die mit den Bürgerinnen und Bürgern erarbeiteten Maßnahmen und Projekte nach und nach umgesetzt werden. Ziel ist es, Merklinde

zu einem stabilen, attraktiven Wohn- und Lebensort für die unterschiedlichen Bewohnergruppen zu entwickeln.